HISTORIE HENRY FORD:

Vom Farmerssohn zum Automobil-Giganten – Henry Ford und sein Unternehmen.

Henry Ford wird am 30. Juli 1863 auf der Farm seiner Eltern im Wayne County, Michigan geboren. Obwohl er lediglich die Dorfschule besucht hat, gelingt es dem Technik-begeisterten Henry bereits mit 15 Jahren ohne fremde Hilfe eine Dampfmaschine zu bauen. 1879 beginnt er eine Lehre als Maschinist. Ford ist jedoch so begabt, dass er 1891 bei der „Edison Illuminating Company“ als Ingenieur angestellt und zwei Jahre später von Thomas Edison sogar zum Chefingenieur befördert wird.
Seine Leidenschaft gilt jedoch weniger der Elektrotechnik als dem Verbrennungsmotor und vor allem dem damals noch neuen Automobil. Bereits 1896 entsteht mit dem „Quadricycle“ Fords erste Autokonstruktion, die auch Erfinderkönig Edison beeindruckt. Drei Jahre später gründet er mit Teilhabern die „Detroit Automobile Company“, die 1901 in „Henry Ford Company“ umbenannt wird. Der aufgrund seiner zahlreichen Rennerfolge mittlerweile landesweit bekannte Ford ist jedoch nicht Chef, sondern nur Chefingenieur, was immer wieder zu Konflikten führt. Die Namensrechte bleiben auch bei Ford, als dieser sich im Streit von seinen Teilhabern William Murphy und Lemuel Bowen trennt, die das finanziell angeschlagene Unternehmen 1902 ohne den Namenspatron unter dem neuen Markennamen Cadillac reorganisieren werden. Im Folgejahr gründet Henry Ford – zusammen mit 11 Investoren – die Ford Motor Company.
Der große Erfolg stellt sich jedoch erst mit dem Modell T ein, das ab 1908 produziert wird und nach dem Willen des Firmenchefs für jedermann erschwinglich sein soll. Konstruiert wird die „Tin Lizzy“ allerdings nicht von Henry Ford, sondern maßgeblich von Jozef Galamb, einem jungen Ingenieur der Marke. Galamb ist es auch, der die technischen Voraussetzungen für die 1913 eingeführte Fließbandfertigung schafft, welche die Ford Motor Company zum größten amerikanischen Automobilhersteller werden lässt, der bereits 1923 eine Jahresproduktion von 2 Millionen Fahrzeugen erreichen wird. Henry Fords Unternehmen ist damit zugleich auch zum Motor der Massenmotorisierung in den USA.
Bis 1927 entstehen mehr als 15 Millionen Einheiten des Modell T, das ab 1926 auch in Deutschland montiert wird. Bereits seit 1919 leitet übrigens Edsel Ford die Ford Motor Company, wobei der eigensinnige Firmengründer seinem Sohn nur bedingt freie Hand bei seinen Entscheidungen lässt.
1927 präsentiert Ford das Modell A, das gleichfalls ein großer Erfolg werden wird. Der Ford A wird auch im Mai 1931 eröffneten deutschen Montage-Werk in Köln-Niehl produziert, dessen Modelle für den deutschen Markt (Ford Rheinland, Ford Köln, Ford Eifel) ab 1933 sogar mit dem Siegel „Deutsches Erzeugnis“ vertrieben werden dürfen. Bereits im Mai 1945 beginnt Ford im kaum zerstörten Kölner Werk wieder mit der Produktion von Nutzfahrzeugen. Ab 1948 läuft schließlich auch der 1939 präsentierte Buckel-Taunus wieder von den Bändern. Mit dem 12M „Weltkugeltaunus“ von 1952, dem 17M von 1957, aber auch mit dem Kleintransporter FK1000/1250 von 1953 trifft die Deutsche Ford AG sehr gut den automobilen Nerv des beginnenden Wirtschaftswunders. Es wird jedoch noch bis 1965 dauern, bis die von den Nazis nach dem Kriegseintritt der USA verbannte „Ford-Pflaume“ beim seit 1962 produzierten 12M erstmals wieder an einem deutschen Ford auftaucht. Seit 1945 leitet Henry Fords Enkel Henry Ford II den Weltkonzern. Zuvor hat sein Großvater nach dem Tod von Edsel Ford im Jahr 1943 noch einmal für zwei Jahre die Geschicke der Marke bestimmt. 1947 stirbt der Firmengründer schließlich im Alter von 83 Jahren friedlich auf seinem „Fair-Lane“-Anwesen in Dearborn – die Liebe zum Auto, aber auch sein Geschäftssinn haben ihn zum Milliardär gemacht. Es wird übrigens bis 1972 dauern, ehe mit dem VW Käfer ein anderes Erfolgsmodell den Produktionsrekord des Modell T knacken wird. Doch nicht nur das: Obwohl die Marke Ford gemeinhin eher mit sogenannten „Brot und Butter“-Autos assoziiert wird, erschafft sie mit Modellen wie dem 1954 erstmals präsentierten Thunderbird, aber vor allem mit dem 1964 vorgestellten Mustang, immer wieder auch Ikonen der Automobilgeschichte, die auf beiden Seiten des Atlantiks bis heute die Liebhaber-Herzen höher schlagen lassen. Und auch 117 Jahre nach seiner Gründung ist Ford immerhin noch der zweitgrößte Autokonzern der Welt.

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